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3. Oberschwäbisches Saatgutfestival

3. Oberschwäbisches Saatgutfestival
16.03.2019
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
BUND Kreisverband Biberach
Adresse der Veranstaltung:
Stadthalle Bad Schussenried
Beschreibung der Veranstaltung:

Sieglinde, Annabelle, Marabel, Nicola. Wer im Supermarkt Kartoffeln kauft, hat meist nicht viel mehr Auswahl. Dabei gibt es Tausende von Sorten, viele davon sind fast in Vergessenheit geraten. Wie groß die Vielfalt an Kartoffelsorten ist, welche historischen Gemüsesorten unseren Speiseteller bereichern könnten, welche Pflanzen sich zum Färben eignen:  Das alles zeigt das 3. Oberschwäbische Saatgut-Festival, das am Samstag, 16. März 2019 in Bad Schussenried stattfindet. Schon zum dritten Mal organisieren der Arbeitskreis „Wilde Gärtner“ des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Biberach und Saatguterhalter Klaus Lang aus Wolfegg das Festival. In den vergangenen zwei Jahren kamen jeweils über 1000 Hobby-Gärtnerinnen und Gärtner nach Bad Schussenried, um Saatgut zu erwerben, Tipps zu Anzucht, Anbau und Pflege der historischen Sorten zu erhalten oder sich einen Überblick über die Vielfalt der Gemüse zu verschaffen.

Neben den historischen Gemüsesorten, Saatgutraritäten und ungewöhnlichen Kartoffelsorten dreht es sich in diesem Jahr an den rund 35 Ständen auch alles um Duft- Kräuter und Färbepflanzen. Zudem gibt es im Kleinen Saal der Stadthalle Vorträge. Um 11 Uhr spricht Dr. Jürgen Kniep, Leiter des Oberschwäbischen Museumsdorfs Kürnbach, über „Bauerngärten in Oberschwaben“, um „Jakob Fischer, Hinznanger Renette, Ulmer Butterbirne – Alte, vielseitige Sorten in Streuobstwiese und Hausgarten“ dreht sich der Vortrag von Claudia Klausner vom Netzwerk Fachwarte Biberach, der um 12 Uhr beginnt. „Wie kann ich mithelfen, alte Sorten zu retten?“: Darüber spricht Iris Förster, vom Schweizer Verband ProSpecieRara ab 13 Uhr. Um 14 Uhr schließt sich der Vortrag von Dieter Gaißmayer von der Staudengärtnerei Gaißmayer in Illertissen zum Thema „Alte Staudenschätze und Schwabenpflanzen an.  Mit einem Vortrag zum Thema „Gentechnik: CRISPR/CAS 9“ beschließt Patrick Kaiser, Genbänkle Nürtingen, das Programm.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung der dramatischen Verdrängung der Sortenvielfalt entgegensteuern und uns aktiv für eine größere Kulturpflanzenvielfalt einsetzen. Bereits heute bestimmen nur noch wenige Konzerne über das Angebot unseres Saatgutes. Dieses Saatgut lässt sich oft nicht mehr weitervermehren, der Verbraucher ist inzwischen auf die beschränkte Auswahl angewiesen. Unser Ziel ist es, die unschätzbaren Ressourcen unserer Kulturpflanzen für kommende Generationen zu bewahren“, sagt Andrea Heber, Leiterin der Wilden Gärtner. Regionales Saatgut ist zudem besser ans heimische Klima und die Böden angepasst.

Das 3. Oberschwäbische Saatgut-Festival findet am Samstag, 16. März 2019 von 10 bis 17 Uhr in der Stadthalle Bad Schussenried, Schulstraße 22, statt. Der Eintritt beträgt drei Euro. Die Teilnahme an allen Vorträgen im Kleinen Saal der Stadthalle ist kostenlos. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.bund-bc.de oder unter der Rufnummer 07351-12204.

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