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Vereins-News

Musikverein Reichenbach hielt Generalversammlung ab

Kerstin Fritzenschaft steht als erste Frau an der Spitze des Vereins

Erstmals in der Vereinsgeschichte hat der Musikverein Reichenbach eine weibliche Vorsitzende. Kerstin Fritzenschaft wurde bei der 53. Generalversammlung einstimmig zur ersten Vorsitzenden gewählt. Ihr zur Seite stehen Hubert Föhr und Frank Hummler als Stellvertreter. Kassier Daniel Buck, Jugendleiterin Christina Sailer und Schriftführerin Heike Wolf wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Doch damit war der Tagesordnungspunkt Wahlen noch längst nicht beendet. Auch der Ausschuss wurde neu gewählt und setzt sich nun aus Martin Fesseler, Carolin Geiger, Kathrin Sailer und Kurt Hohl zusammen. Das Amt der passiven Ausschussmitglieder bekleiden Norbert Mast und Stefan Koch. Zu Kassenprüfern wurden Karl Daiber und Hermann Daiber gewählt.

Nachdem zu Beginn der Versammlung den verstorbenen Mitgliedern Josef Weiß, Hans Gaiser und Otto Fritzenschaft mit einem Musikstück gedacht wurde, gab der noch amtierende Vorsitzende Kurt Gnann einen kurzen Überblick über die Mitgliederzahlen. Derzeit spielen 80 Musikanten in der Kapelle, 53 Kinder und Jugendliche befinden sich in Ausbildung. Außerdem zählt der Verein sechs Ehrenmitglieder. Weiter informierte er über die nun fast abgeschlossenen Arbeiten am musikalischen Mehrzweckraum, der letztes Jahr mit einer kleinen Einweihung bezogen wurde. Des Weiteren sprach er noch einmal die bereits begonnene Umsetzung der neuen Organisation an, bei der die Vereinsarbeiten auf mehrere Schultern verteilt werden sollen, so dass die Vorstandschaft entlastet wird.

Schriftführerin Heike Wolf ließ das vergangene Vereinsjahr noch einmal Revue passieren. Höhepunkte waren das Konzert, die Teilnahme am Wertungsspiel in Überlingen sowie der Festakt zum Bezug des neuen Probelokals. Der Bau des musikalischen Mehrzweckraumes hat ein erhebliches Loch in der Vereinskasse hinterlassen, berichtete Kassier Daniel Buck.

Mit einem Probenbesuch von durchschnittlich 85 Prozent zeigte sich Dirigent Theo Gnann zufrieden. Er appellierte an seine Musiker, in ihrem Eifer nicht nachzulassen. Für über 90-prozentigen Probenbesuch überreichte er Präsente an Georg Buck, Helmut Daiber, Hermann Daiber, Martin Fesseler, Hubert Föhr, Anja Gnann, Johanna Gnann, Armin Hohl, Kurt Hohl, Hannah Hummler, Christina Sailer und Heike Wolf.

Einen Einblick in die Jugendarbeit des Vereins, die fast vollständig durch den Jugendausschuss selbst organisiert wird, gab Christina Sailer. Die Jugendleiterin verwies dabei auf Highlights wie die erfolgreiche Teilnahme von elf Jugendlichen an D-Lehrgängen, den bereits begonnenen Theorieunterricht nach der ab diesem Jahr prüfungsrelevanten Mannheimer Bläserschule sowie den Vorspielnachmittag. Darüber hinaus spielen sechs Reichenbacher Jungmusiker bei der Kreisjugendkapelle Biberach.

Eine besondere Ehre wurde Anton Mutter zuteil. Für 50 Jahre fördernde Mitgliedschaft wurde ihm die Ehrennadel in Gold mit Kranz des baden-württembergischen Blasmusikverbandes überreicht. Alwin Schwaderer erhielt die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre fördernde Mitgliedschaft. Abschließend bedankte sich Kurt Gnann bei den ausscheidenden Ausschussmitgliedern Alexandra Blaser, Ralf Gaiser, Josef Riegger und Ernst Gnann. Anerkennung und Dankesworte gab es aber auch für ihn selbst, der nach vierjähriger Arbeit als Vorsitzender sein Amt nun in weibliche Hände gibt.

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